Risiken und Vorsorgemöglichkeiten für Frühgeburten

Die moderne Medizin ist immer besser und besser imstande, potentielle Risiken noch vor der Geburt zu erkennen. Eines davon sind Frühgeburten. Was Faktoren sind, und was man vorbeugend tun kann, lesen Sie hier.

Wann handelt es sich überhaupt um eine Frühgeburt?

Kinder gelten dann als „Frühchen“, wenn sie vor dem Ende der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen. In Einzelfällen kann es auch sein, dass es bereits zu Frühgeburten ab der 24. Schwangerschaftswoche kommt. Bei intensiver medizinischer Betreuung und den modernen Maßnahmen in der Medizin sind die Risiken heutzutage auch in solchen Fällen geringer denn je. Mäßig früh geborene Kinder, die zwischen der 32. und 37. Woche auf die Welt kommen, holen in der Entwicklung schnell auf und unterscheiden sich nicht von „reifgeborenen“ Babys, die zwischen der 37. und 42. Schwangerschaftswoche geboren werden. Sehr früh geborene Kinder (zwischen der 28. und 31. Schwangerschaftswoche) brauchen etwas länger, manchmal Jahre, um andere Kinder in der Entwicklung einzuholen. Die Gründe, wieso es zu Frühgeburten kommt, können sehr verschieden sein. In modernen Industriestaaten kommen sie jedoch alles andere als selten vor: In Deutschland liegt die Wahrscheinlichkeit bei 8% und damit höher als in Schweden und Frankreich (6%).

Risiken für Frühgeburten

Das Alter der Mutter ist ausschlaggebend für das Frühgeburtenrisiko. Je älter eine Frau ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind zu früh auf die Welt kommt. Zusätzlich können auch Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herzbeschwerden zu Komplikationen führen. Außerdem sind die Gefäße mancher Frauen weniger stabil oder elastisch. In einigen Fällen wird dann von den Ärzten die Geburt künstlich eingeleitet oder ein Kaiserschnitt geplant. Besonders bei Mehrlingsschwangerschaften ist die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt hoch: Meist kommen die Kinder drei bis vier Wochen früher zur Welt, als zum errechneten Geburtstermin. Frauen mit einem erhöhten Frühgeburtenrisiko sollten sich mehr als andere Schwangere schonen, jedoch muss darauf geachtet werden, dass Vorsorgemaßnahmen gegen eine drohende Thrombose umgesetzt werden. Ein anderes großes Thema ist das Rauchen. Wenn eine Schwangere ungefähr 15 Zigaretten am Tag raucht, erhöht sich das Risiko einer Frühgeburt um 58% – dies  ergab eine Studie der Universität Greifswald. Deswegen sollten Frauen während der Schwangerschaft das Rauchen nicht nur reduzieren, sondern versuchen es ganz aufzugeben, um das Kind zu schützen. Übergewichtige Frauen haben ebenfalls ein größeres Risiko eine Frühgeburt zu erleiden. Dies liegt wahrscheinlich an dem erhöhten Druck auf den Gebärmutterhals, sodass es zu einer vorzeitigen Öffnung des Muttermunds kommt. Doch von einer Diät während der Schwangerschaft wird von Ärzten ausdrücklich abgeraten. Außerdem sollen Schwangere versuchen, Stress weitestgehend abzubauen. Lieber öfters mal „Nein“ zu Zusatzaufgaben sagen, damit man die nötige Ruhe bekommt. Wenn der Gebärmutterhals verkürzt ist, kann es häufiger zu Frühgeburten kommen. In diesem Fall wird von den Ärzten das Hormon Progesteron verschrieben, um die Zeit der Schwangerschaft zu verlängern.

Frühgeburtenrisiko-Vorsorge

Wenn Gynäkologen eine Frühgeburt vermuten, können bestimmte Tests vorgenommen werden, um das Risiko einzuschätzen. Hierbei werden spezielle Eiweiße im Scheidensekret untersucht. Bereitet sich der Körper auf eine Geburt vor, so erhöht sich die Konzentration von Eiweißen aus dem Gebärmutterhals. Ein negatives Ergebnis bedeutet, dass in den nächsten 2 Schwangerschaftswochen keine Geburt bevorsteht. Bestätigt sich der Verdacht, kann der Arzt dafür sorgen, dass die Schwangerschaftszeit durch Hormone verlängert oder die Schwangerschaft künstlich eingeleitet wird. Letzteres käme in Frage, falls das Kind im Krankenhaus besser versorgt werden kann.

Neuen Kommentar verfassen

Kommentare

zurück zum Blog